Landkreis Wittmund

 

Die Geschichte des Landkreises Wittmund

1885.gifDer Landkreis Wittmund blickt auf eine geschichtliche Entwicklung zurück, die mehrere Jahrhunderte umfasst. An dieser Stelle soll nur ein kleiner Überblick gegeben werden, wobei die Auflösung des Königreiches Hannovers als Ausgangspunkt angeführt wird. Diese Auflösung des hannover-schen Königreiches ist dafür verantwortlich, dass Ostfriesland an Preußen zurückgegeben wurde. Im Jahre 1867 erfolgte die Zusammenlegung der damaligen Amtsbezirke Aurich, Wittmund sowie der Städte Aurich und Esens zum Landkreis Aurich.

Erst die Kreisordnung von 1884 sollte eine Veränderung dieser Grenzen zur Folge haben. Der Landkreis Wittmund wurde mit Wirkung vom 01. April 1885 aus den Ämtern Wittmund und Esens sowie der Stadt Esens geschaffen und erhielt fortan seinen Sitz in Wittmund.

Der Landkreis repräsentierte einen Kommunalverband, mit dem Recht, seine Angelegenheiten selbst zu verwalten und alle Rechte einer Körperschaft zu nutzen. Doch diese Rechte standen dem Landkreis nicht immer uneingeschränkt zur Verfügung: Nach Ende des zweiten Weltkrieges wurde das Gebiet Ostfrieslands vollständig den Besatzungsmächten unterstellt. Ostfriesland wurde der britischen Besatzungszone zugeteilt und wurde damit Bestandteil des 1946 gebildeten Landes Niedersachsens. Die Militärregierung übernahm nach dem Krieg die vollständige staatliche Gewalt und setzte somit das bisherige Kommunalrecht außer Kraft. Ein eigenes auf die speziellen Bedürfnisse abgestelltes Verfassungsrecht erhielten die Kreise, und somit auch der Landkreis Wittmund, erst wieder durch das Inkrafttreten der Niedersächsischen Landkreisordnung im Jahr 1958.

1985.gif1967 ist als das Jahr anzuführen, in dem sich der Kreistag des Wittmunder Landkreises erstmalig mit der geplanten Verwaltungs- und Gebietsreform befasste. Nach ausführlichen Diskussionen beschloss der Kreistag drei Jahre später, den Erhalt der Selbständigkeit des Landkreises Wittmund. Der Kreistag bestimmte zudem, dass sofern die Selbständigkeit nicht mehr aufrechterhalten werden könne, der ungeteilte Landkreis Wittmund mit dem Landkreis Friesland einen neuen Kreis bilden sollte. Dieser Beschluss erfuhr wenige Jahre später seine Umsetzung. Zum 01. August 1977 verlor der Landkreis Wittmund seine Eigenständigkeit. Der Sitz der neu gebildeten Kreisverwaltung mit Namen Landkreis Friesland wurde Wittmund zugesprochen. Der vollzogenen Kreisreform folgte eine erhebliche Anzahl verfassungsrechtlicher Klagen, aufgrund derer der Staatsgerichtshof im Februar 1979 die Teilung des Altkreises Frieslands als verfassungswidrig verurteilte. Im Anschluss wurde dem Land Niedersachsen die Aufgabe der Neugliederung der Gebiete Frieslands und Wittmunds angetragen. Unter würdevoller Berücksichtigung der historischen und kulturellen Bindungen zu Ostfriesland beschloss der niedersächsische Landtag im Jahre 1979 die Wiederherstellung des Landkreises Wittmund. Zum Landkreis Wittmund zählen heute neben der Stadt Wittmund, den Gemeinden Friedeburg, Langeoog und Spiekeroog auch die Samtgemeinden Holtriem und Esens und deren Mitgliedsgemeinden.

    

Das Wappen

Beschreibung

In Blau eine goldene Kogge; auf deren drei Segeln von rechts nach links ein wachsender schwarzer Bär, zwei gekreuzte schwarze Peitschen und ein rot bewehrter schwarzer Doppeladler.

Das Wappen des Landkreises Wittmund (Gelbe Kogge auf blauem Grund)

Historische Entwicklung

Das Wappen des Kreises wurde am 1. Oktober 1951 verliehen. Die Kogge soll dabei die Küstenlage des Kreises symbolisieren. Auf den drei Segeln befinden sich die Wappen der ehemaligen Ämter Esens (der Bär des Häuptlings Attena), Wittmund (Peitschen des Häuptlings Hero Omken) und Friedeburg (Doppeladler von Häuptling Sirk).

Verwendung

Es ist nicht gestattet, dass Wappen (auch in abgewandelter Form) ohne die Genehmigung des Landkreises Wittmund zu verwenden. Fragen dazu können Sie an das Amt für Zentrale Dienste und Finanzen richten.

    

 

 

 

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