Landkreis Wittmund

 


Fragen und Antworten zum Ölunfall

Am Sonntag, dem 17. November 2013 wurde ein Ölunfall auf dem Kavernengelände der IVG in Etzel festgestellt. Die hierdurch verursachte Verschmutzung von Gewässern betrifft Gemeinden der Landkreise Wittmund und Friesland.

Die häufigsten Fragen aus der Bevölkerung zu den Themen Gesundheitsgefahr, Gefahr für Tiere, Landwirtschaft usw. werden hier beantwortet.


Welche Gewässer sind betroffen?

Auf dem Gebiet des Landkreises Wittmund sind Teile des Friedeburger Tiefs sowie die Schiffsbalje und teilweise deren Nebengewässer betroffen.


Kann ich das Trinkwasser bedenkenlos verwenden?

Die unteren Wasserbehörden beider Landkreise betonen nochmals, dass der Ölunfall zum Glück nicht die Trinkwasserschutzgebiete Klein-Horsten und Sandelermöns betrifft. Leitungswasser kann ohne Bedenken genutzt werden.

Auch der OOWV gibt Entwarnung. Er bezieht das Grundwasser zur Trinkwasseraufbereitung aus dem Schutzgebiet in Sandelermöns. Das  Schutzgebiet liegt mehr als sechs Kilometer vom Unfallort entfernt. Außerdem fließt das Grundwasser am Unfallort in nordöstlicher Richtung und damit weg vom Schutzgebiet. "Die Bürgerinnen und Bürger können weiterhin auf sauberes Trinkwasser von höchster Qualität vertrauen", sagt Gunnar Meister, Pressesprecher des OOWV.

Unabhängig von den hydrologischen Gegebenheiten wird der OOWV zusätzliche Proben des Grundwassers ziehen, um größtmögliche Sicherheit zu gewährleisten.


Dürfen Fische geangelt und verzehrt werden?

An Gewässern im betroffenen Gebiet sollten geangelte Fische vorsichtshalber nicht verzehrt werden. Diese Empfehlung gilt auch für Fische, die unterhalb der Ölsperren oder aus Nebenarmen der betroffenen Gewässer gefangen werden.

Der Sportfischerverein Altes Amt Friedeburg hat für die betroffenen Gewässer im Landkreis Wittmund ein Angelverbot ausgesprochen.



Wie muss ich mich verhalten, wenn ich einen verölten Vogel finde?

Zwischenzeitlich sind vereinzelt ölverschmierte Vögel im Einsatzgebiet gesichtet worden. Wer einen solchen Vogel sieht, sollte beachten: Solange der Vogel noch fliegen kann, können ihn auch Experten nicht einfangen und reinigen.

Sollte ein Vogel jedoch nicht mehr flugfähig oder bereits verendet sein, können Bürgerinnen und Bürger ihn bei Sonderrufnummer des Landkreises Wittmund unter 04462 86 3000 melden.

In jedem Fall gilt: Bitte nicht anfassen!


Gibt es Einschränkungen in der Nutzung landwirtschaftlicher Flächen?

Eine Wasserentnahme aus den betroffenen Gewässern wird nicht empfohlen. Auch sollte kein Vieh aus den Gewässern getränkt werden.

Inwieweit weitere Belastungen der landwirtschaftlichen Flächen bestehen, wird vorsorglich noch gutachterlich geprüft.


Was passiert mit den verschmutzten Böschungen und Gewässerrändern?

Die Beeinträchtigungen der Ufer der betroffenen Oberflächengewässer können derzeit noch nicht abgeschätzt werden. Ein tiefes Eindringen der Kontaminationen wird allerdings nicht befürchtet, da die betroffenen Gewässer tiefliegende Marschböden (Klei) durchziehen, die bekanntermaßen als annähernd undurchlässig bezeichnet werden können. Geeignete Boden- und Grundwasseruntersuchungen werden jedoch von der Unteren Wasserbehörde gefordert.


Besteht Gefahr, dass das Öl in die Nordsee gelangt?

Die Lage ist seit gestern stabil, die am Mittwoch noch verstärkten Sperren an der Brücke der L815 über das Ellenserdammertief halten weiterhin. Weiter als bis hierhin ist das Öl auch heute nicht gekommen.

Nach menschlichem Ermessen besteht derzeit keine Gefahr, dass das Öl den Jadebusen und damit die Nordsee erreicht.



    
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