Landkreis Wittmund

 

Eingliederungshilfe

Nach den Bestimmungen des 6. Kapitels des Zwölften Sozialgesetzbuches (SGB XII) erhalten Personen, die durch eine Behinderung wesentlich in ihrer Fähigkeit, an der Gesellschaft teilzuhaben, eingeschränkt oder von einer solchen wesentlichen Behinderung bedroht sind, Leistungen der Eingliederungshilfe, wenn und solange nach der Besonderheit des Einzelfalles, insbesondere nach Art oder Schwere der Behinderung, Aussicht besteht, dass die Aufgabe der Eingliederungshilfe erfüllt werden kann.
Eine Behinderung liegt vor, wenn die körperliche Funktion, die geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher die Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist. Von Behinderung bedroht sind Menschen, wenn die Beeinträchtigung zu erwarten ist.

Besondere Aufgabe der Eingliederungshilfe ist es, eine drohende Behinderung zu verhüten oder eine Behinderung oder deren Folgen zu beseitigen oder zu mildern und die behinderten Menschen in die Gesellschaft einzugliedern. Hierzu gehört insbesondere, den behinderten Menschen die Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern, ihnen die Ausübung eines angemessenen Berufs oder einer sonstigen angemessenen Tätigkeit zu ermöglichen oder sie so weit wie möglich unabhängig von Pflege zu machen.
Ein Anspruch auf Eingliederungshilfe besteht nicht soweit ein anderer Rehabilitationsträger, wie die Krankenkassen, Arbeitsämter, Unfall- und Rentenversicherungen, für die Gewährung der Hilfe zuständig ist.

Leistungen der Eingliederungshilfe können als ambulante, teilstationäre oder stationäre Hilfe bewilligt werden, wenn der behinderungsbedingte und sozialhilferechtliche Bedarf festgestellt ist.

Ambulante Eingliederungshilfen sind z.B. betreutes Wohnen, Hilfsmittel, Frühförderung und Schulintegration, Hilfen zur Teilnahme am Leben in der Gemeinschaft (z.B. Begleitpersonen zum Besuch kultureller Veranstaltungen; Fahrtkosten, etc.)

In teilstationären Eingliederungshilfeeinrichtungen wird für einen bestimmten Zeitraum des Tages die Betreuung von Menschen mit Behinderung sichergestellt. Hierbei kann es sich sowohl um heilpädagogische Fördermaßnahmen (Integrations-, Sonder- oder Sprachheilkindergärten) als auch um tagesstrukturierende Angebote (Tagesstätten, Werkstätten für behinderte Menschen oder Fördergruppen an Werkstätten) handeln.

Stationäre Eingliederungshilfe wird in Einrichtungen geleistet, wenn für den dort lebenden Menschen mit Behinderung z. B. eine ambulante Betreuung in der eigenen Wohnung nicht oder nicht mehr möglich ist. Stationäre Einrichtungen sind betreute Wohnformen, z. B. spezielle Wohnheime, Wohngruppen oder Internate.

Vor Gewährung einer Leistung sind in der Regel Einkommen, Ersparnisse und Vermögenswerte unter Berücksichtigung von Freigrenzen einzusetzen. Die Leistungen nach dem SGB XII beschränken sich auf das Notwendige zur Überbrückung der besonderen Lage, wobei eigene Möglichkeiten auszuschöpfen sind. Vor einer Antragstellung empfiehlt sich eine telefonische oder persönliche Kontaktaufnahme.

  

Ansprechpartner

Buchstaben A - F
Frau Behrends
Telefon: 04462-861318
eMail: sozialamt@lk.wittmund.de

Buchstaben G - N
Frau Hermes
Telefon: 04462-861317
eMail: sozialamt@lk.wittmund.de

Buchstaben O - Z
Herr Peters
Telefon: 04462-861316
eMail: sozialamt@lk.wittmund.de

  

Links zum Thema

Unter den folgenden Links finden Sie weitere Informationen.

    

 

 

 

Landkreis Wittmund - Am Markt 9 - 26409 Wittmund - Telefon: 04462/ 86 01 | Benutzer: anmelden