Landkreis Wittmund

 

Standortinformationen zum Landkreis Wittmund

Der Landkreis Wittmund (Ostfriesland) liegt an der Nordsee zwischen Wilhelmshaven und Emden. Zum Kreisgebiet gehören die ostfriesischen Inseln Langeoog und Spiekeroog, die Stadt Wittmund, die Gemeinde Friedeburg und die Samtgemeinden Esens und Holtriem.

Das Wirtschaftsbild des Landkreises trägt in Vergangenheit und Gegenwart im Wesentlichen die gleichen Züge wie der übrige ländliche Raum zwischen Dollart und Jadebusen.

Der wirtschaftliche Schwerpunkt liegt im Dienstleistungssektor, hier vor allem im Bereich des Fremdenverkehrs, gefolgt vom produzierenden und verarbeitenden Gewerbe, der Land-/Forstwirtschaft und der Fischerei sowie dem Baugewerbe.

Der wichtigste Wirtschaftszweig ist der Fremdenverkehr. Die beiden Nordseeinseln Langeoog und Spiekeroog beherbergen seit Jahrzehnten in den Sommermonaten eine große Anzahl von Gästen. Daneben konnten sich in den letzten Jahren aber auch Carolinensiel, Harlesiel, Esens-Bensersiel, Neuharlingersiel und Werdum zu beachtlichen Fremdenverkehrsorten entwickeln. Auch die küstenferneren Gebiete Friedeburg und Holtriem können von Jahr zu Jahr höhere Gästezahlen verzeichnen. Inseln, Küstenbadeorte und Hinterland brachten es 2006 auf rund 694.398 Gäste mit über 5 Millionen Übernachtungen. Der für Ostfriesland relativ hohe Waldanteil, Natur- und Landschaftsschutzgebiete und das Watt vor unserer Küste geben dem Landkreis den besonderen Reiz einer gesunden und ursprünglichen Landschaft.

Der wirtschaftliche Aufschwung ist auch nicht am Landkreis Wittmund vorbeigegangen. In der Vergangenheit lagen die Arbeitslosenquoten immer im 2stelligen Prozentbereich. Aktuell ist die Arbeitslosenquote auf 9 % gesunken. Ein Trend, der hoffentlich anhält.

Große Impulse erhofft sich die Region durch den Bau des Tiefwasserhafens „JadeWeserPort“ (http://www.jadeweserport.de/) nördlich von Wilhelmshaven an der Einfahrt zum Jadebusen. Der Containerhafen soll im Jahr 2010/11 in Betrieb gehen. Die Investitionen für den Hafen belaufen sich auf 900 Mio. Euro, für die geplanten Großinvestitionen der Chemie- und Energiewirtschaft wird sogar mit Summen von bis zu 4,5 Mrd. Euro gerechnet. Gute Voraussetzungen, um die wirtschaftliche Situation an der Küste zu verbessern, Arbeitsplätze zu sichern und neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die am Hafen angrenzenden regionalen Kommunen sind bereit, die anstehenden Großprojekte aktiv und positiv zu begleiten. So haben sich die Stadt Wilhelmshaven sowie die Landkreise Friesland, Wesermarsch und Wittmund zur Jade Wirtschaftsförderung GmbH (http://www.jade-bay.com/) zusammengeschlossen. Ziel ist es, die regional-wirtschaftlich bedeutsamen Impulse des JadeWeserPorts durch Vernetzung, Ansiedlung, Qualifizierung und Marketing zu stärken und weiterzuentwickeln. Ergebnis dieser Kooperation ist u. a. die gemeinsame Bereitstellung von Gewerbeflächen vor den Toren des neuen Hafens in Roffhausen im JadeWeserPark (http://www.jadeweserpark.de) für ansiedlungswillige Gewerbetreibende.

Der Landkreis Wittmund ist Mitglied der Wachstumsregion Ems-Achse e. V. mit Sitz in Papenburg. Aufbauend auf die gemeinsame „Ostfriesisch-Emsländische Erklärung“ vom 4. August 1994 gründeten die Landkreise Aurich, Wittmund, Leer, Emsland und Grafschaft Bentheim sowie die Stadt Emden zusammen mit Wirtschaftsunternehmen, Kammern und Verbänden der Region im April 2006 den Verein „Wachstumsregion Ems-Achse e.V.“ (http://www.emsachse.de/). Ziel der „Wachstumsregion Ems-Achse“ ist die „Profilierung einer gemeinsamen Wirtschaftsregion Ems-Achse bei gleichzeitiger Stärkung des Wirtschaftswachstums und Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen.

Seit über 40 Jahren ist das Jagdgeschwader 71 "Richthofen" (JG 71), eines der Traditionsgeschwader der Luftwaffe, auf dem Fliegerhorst Wittmundhafen beheimatet. Das JG 71 ist der NATO unterstellt. Von dort startet die Alarmrotte für den norddeutschen Raum. Das aktuell verwendete Flugzeugmuster ist die McDonnell Douglas F-4F "Phantom" II, die in absehbarer Zeit durch den „Eurofighter“ abgelöst wird. Mit dem Wechsel des Flugzeugtyps sind in den nächsten Jahren umfangreiche Bau- und Anpassungsmaßnahmen auf dem Fliegerhorst in zweistelliger Millionhöhe verbunden. So wurden am 26.06.2007 die Bauarbeiten am neuen Simulationsgebäude für das Waffensystem „Eurofighter“ (Investitionsvolumen 10,5 Mio. EURO) eingeleitet. Das Geschwader ist  nicht nur großer Arbeitgeber und Ausbilder, sondern damit auch großer Auftraggeber der Region in den nächsten Jahren.

Verkehrlich erschlossen wird das Kreisgebiet u. a. durch die Bundesbahnstrecke Wilhelmshaven-Esens sowie die B 210 (Aurich-Wittmund-Sande), B 436 und B 437 (Wiesmoor-Friedeburg-Sande bzw. Varel) sowie die B 461 (Wittmund-Harlesiel). Diese Straßen verknüpfen den Landkreis auf kurzem Weg direkt oder mittelbar mit der A 28 und A 29. Eine wesentliche Verbesserung für die verkehrliche Infrastruktur erhofft sich die Region mit dem Bau der A 22 (Küstenautobahn) von Westerstede über Glückstadt bis an die A 20 (http://www.a22-jetzt.de/). Wichtig ist die Trasse u. a. für den Güterverkehr  am JadeWeserPort mit den geplanten Gewerbeansiedlungen rund um den Hafen. „Mit der Küstenautobahn wird eine durchgängige Verbindung zwischen den Wirtschaftsstandorten um Ruhrgebiet und den Benelux-Staaten/Frankreich auf der einen Seite sowie Skandinavien, den Beitrittsländern zur EU im Osten und Russland ... auf der anderen Seite geschaffen." (Auszug aus einem Gutachten des Niedersächsischen Institutes für Wirtschaftsforschung vom November 2003). Wünschenswert wäre in diesem Zusammenhang, wenn der Ems-Jade-Kanal für den Containerumschlag weiter nutzbar gemacht wird und der Landkreis eine verkehrstechnisch bessere Anbindung an die A 31 erhält.

Durch umfangreiche Infrastrukturmaßnahmen konnte die Lebensqualität im Landkreis Wittmund in den letzten Jahren weiter verbessert werden. Ein Krankenhaus und sämtliche Schulformen sind vorhanden. In der Nähe befinden sich die Fachhochschulen Wilhelmshaven, Emden und Oldenburg sowie die Universität Oldenburg, die allesamt auch Partner der Wirtschaft sind. Augenfälliger Gradmesser für die Entwicklung sind die rege Neubautätigkeit und die Ergebnisse der Wanderungsbilanz. Angenehme Wohnbedingungen sind in allen Teilen des Kreises anzutreffen. Die Immobilien- und Grundstückspreise sind günstig. Ein umfangreiches Unterhaltungs- und Freizeitangebot ist vorhanden. In dem zwar verhältnismäßig kleinen aber dafür überschaubaren und landschaftlich reizvollen Landkreis Wittmund ist Raum genug, um die Wünsche und Interessen der Bevölkerung, des Fremdenverkehrs, der Landwirtschaft, des Natur- und Landschaftsschutzes und der gewerblichen Wirtschaft ernst zu nehmen und zu erfüllen.

    

 

 

 

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